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05.09.2010   09:21

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Generationen verbindendes Wohnprojekt

CDU will für Erftstadt ein

Generationen verbindendes Wohnprojekt

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, die auch vor Erftstadt nicht Halt macht (Zuzug nach Erftstadt rückläufig), sucht die CDU nach neuen Wegen, um der Tendenz entgegen zu wirken.

An der Waldorfschule in Liblar soll ein neuer Weg in der Stadtentwicklung beschritten werden. Die CDU will mit einem ganzheitlichen Wohnkonzept ein Angebot schaffen, dass Erftstadt überregional attraktiv macht. Dabei handelt es sich um ein offenes Konzept, das den erftstädtischen Bedürfnissen angepasst werden kann.


Das Projekt:
Für den Bereich an der „Waldorfschule“ in Oberliblar, soll ein Generationen verbindendes Wohnprojekt „Dorf in der Stadt“ geschaffen werden. Damit ist ein Arbeitsbegriff gewählt worden, der den individuellen und sozialen Bedürfnissen der Menschen Rechnung trägt und der anonymen Lebens-weise in Städten entgegen gesetzt wird.
So soll ähnlich den gewachsenen Strukturen in traditionellen Dörfern, das Miteinander der Bewohner des Stadtteilbereiches gefördert und unterstützt werden, um Ihnen ein lebenswertes Umfeld zu geben. Dabei wird Nachbarschaftshilfe groß geschrieben
Projektbereich:
Wie die Organisation des Projektes erfolgen soll, ist noch offen. Denkbar wäre z.B. eine Stiftung, angelehnt an das Modell in Heidenheim. Aber auch andere Formen (Investorengestütztes Projekt o.ä.) sind denkbar.

Folgende Aspekte sollen in die Gestaltung einfließen
  • Jugendhilfe und Jugendpflege
  • Altenhilfe und Altenfürsorge
  • Betreuung von Menschen mit Behinderungen
  • Bildung und Wissenschaft
  • Gesundheitswesen
  • Kunst und Kultur
  • Umwelt- und Naturschutz
Insbesondere sollen folgende Lebensbereiche unterstützt bzw. ausgestaltet werden:
  • Wohnbereiche für Familien, Paare und alleinstehende Menschen
  • Unterstützung durch gegenseitige Hilfe, Kinderbetreuung
  • Ambulanter Pflegedienst, Verpflegungsmöglichkeiten, Hausmeisterdienst, Therapeutikum, Tagespflege, Pflegewohnungen
  • Gemeinschaftsräume, „Dorfwirtschaftshaus“, Lädchen mit Dorfbüro (Kiosk)

Für die Projektentwicklung und –begleitung sollen, Investoren oder Versicherungsträger gewonnen werden, die im Arbeitsfeld Altersvorsorge tätig sind. Auch soll ermittelt werden, ob derartige Projekte finanziell förderfähig sind.

Rahmenbedingungen im Projekt:
  • Gesundheitliche Aspekte
    • Ansiedlung von Arztpraxen (Wohnungsnahe Versorgung der älteren Bewohner)
    • Behindertengerechter Zugang
    • Pflege- und Betreuungseinrichtungen
  • Ökologische Aspekte
    • Wärmeerzeugung über umweltfreundliche Heizanlagen (Holzhackschnitzel-Kesselanlage, solarthermische und Photo- voltaikanlagen, Biomasse-Heizkraftwerk etc.) unter Einbeziehung der Energieversorgung für die Waldorfschule (Synergieeffekt)
    • Umweltfreundliche und gesundheitsverträgliche Bauweise
    • Nutzung des Regenwassers, begrünte Dächer
    • Autofreie Siedlung (Stellplätze am Dorfrand, Reduzierung des Individualverkehrs, Carsharing)
  • Soziale Aspekte
    • Verbindung von Leben und Wohnen, Arbeiten und Spielen, Freizeit Kunst, Kultur und Natur
    • Freiraum zum Spielen für die Kinder am Waldrand und in den auto- freien Räumen im „Dorf“
    • Gestaltung der rechtlichen und wirtschaftlichen Belange durch Mitbestimmung und Übernahme von Verantwortung durch die Bewohner
  • Generationen verbindende Aspekte
    • Kontaktmöglichkeiten der Kinder mit allen Generationen in einem gesunden und kindgerechten Umfeld
    • Selbstständige Lebensgestaltung älterer Menschen möglichst in den eigenen Wänden (unterstützt durch gegenseitige Hilfe oder durch professionelle Pflege)
Ziel und Zweck des Projektes:
  1. Die Lage des Baulandbereiches um die Waldorfschule bedingt eine besondere Behandlung in der Stadtentwicklung. Die verkehrsgünstige Lage in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes und die Lage am Waldrand ermöglichen es, einen ökologisch und sozial anspruchsvollen, hochwertigen Bebauungsplan für den Bereich zu erstellen. Dadurch kann ein Vorzeigeprojekt mit unmittelbarer Werbung für die Stadt errichtet werden, um den notwendigen Zuzug von Neubürgern zu sichern, der aus der demographischen Entwicklung resultiert.
  1. Das Projekt wendet sich
    • an Menschen jeden Alters, die in den eigenen vier Wänden leben wollen,
    • an Menschen, die für einen späteren Lebensabschnitt investieren und bis dahin Wohnraum vermieten
    möchten,
    • an Menschen, die eine sozial und ökologisch orientierte Geldanlage suchen,
    • an Investoren in Wohnungen, Arbeitsbereiche und Dienstleistungen, die im Zusammenwirken von
    Individualität, Gemeinschaft und ökologischem Bauen den entsprechend hohen Wert für die Zukunft
    erkennen.

Trägerschaft und Eigentumsverhältnisse:
Ein seit 2002 erfolgreiches Projekt „Dorf in der Stadt“ der Stadt Heidenheim (ca. 50.000 Einwohner), das nahezu ausnahmslos auf Erftstadt übertragbar ist (hinsichtlich Lage und Zielsetzung), kann im Internet unter www.dorf-in-der-stadt.de eingesehen werden.
Die Stiftung wurde im Dezember 2002 gegründet. Sie realisiert das Bauprojekt und verkauft die Wohnungen. Träger der Gemeinschaftseinrichtungen ist die Stiftung „Dorf in der Stadt“. Das Projekt wird durch die Hannoversche Kasse vorfinanziert. Sie realisiert das Bauprojekt und verkauft die Wohnungen.

Die Wohnungen dort werden als Eigentum erworben und von den Käufern frei finanziert. Sie werden selbst genutzt oder zur Vermietung zur Verfügung gestellt. Alle Wohnungen können vererbt, vermietet oder verkauft werden.

Die Wohnbereiche wie auch die Gemeinschaftseinrichtungen werden von den Bewohnern in Selbstverwaltung und Mitverantwortung gestaltet. Die Wohnungseigentümer bilden eine Wohnungseigentümergemeinschaft.

Stimmen aus der CDU:

"Wir wollen etwas Neues wagen, um Erftstadt für die Bedürfnisse der Menschen auch in der Zukunft richtig aufzustellen", sagt die Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Carla Neisse-Hommelsheim.

Schon seit über 10 Jahren beschäftigt sich der CDU-Ortsverband Liblar unter Leitung von Theo Mechernich und Knut Walther mit dem demographischen Wandel und Mehrgenerationen-Wohnformen. Ihr Kollege Klaus Wirtz betont die Wichtigkeit, dass Generationen mehr "Miteinander" leben und dass dazu geeignete Wohnformen entwickelt werden müssen.

Ein CDU-Arbeitskreis "Demographie", der von Martin Kolbe organisiert wird, steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen und lädt zur Mitarbeit ein. Der AK beschäftigt sich seit 2 Jahren mit der Thematik und ist auf der Suche nach adäquaten Lösungen für Erftstadt.

Die Liblarer Christdemokraten legen Wert darauf, dass an dieser besonderen Lage an der Waldorfschule die Chance erkannt und genutzt wird, einen zukunftsweisenden Richtung der Stadtentwicklung zu gehen und hier ein städtebauliches Highlight umzusetzen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Alfred Zerres: "Wir haben diesen Ratsantrag gestellt und wollen möglichst mit allen Fraktionen zusammen den Beschluss fassen, dass intensiv über diese Sache nachgedacht und ein umsetzbares Konzept erarbeitet wird. Wir müssen uns Partner suchen, die mit uns gemeinsam diese Idee verwirklichen können."

Fraktionsgeschäftsführer Friedrich Schäfer erläutert, dass die CDU – bei Zustimmung des Stadtentwicklungsausschusses eine Informationsfahrt nach Heidenheim unternehmen wird, um sich dort ein Bild von der Umsetzung des Projektes "Dorf in der Stadt" zu machen und weitere Fachgespräche zu führen.

Weiterführende Links 

wikipedia
Bundespräsident     
Bertelsmann      
kommunales Netzwerk NRW





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