Sanierung Schulzentrum: Demokratische Beschlüsse müssen akzeptiert werden

22.11.2019

Die seit Jahren immer wiederkehrende und gebetsmühlenartig vorgetragene Kritik der SPD Erftstadt am Sanierungskonzept des Schulzentrums Lechenich wurde erneut von den Fraktionen CDU, FDP und Freien Wählern zurückgewiesen. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Lechenich/Ahrem/Herrig/Konradsheim, Michael Schmalen, wundert sich nur noch über die wiederkehrende Kritik der Genossen, die die Fakten außen vor lässt.

„Bereits vor zwei Jahren wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Der Auftrag wurde vor einem Jahr vergeben. Es wurden bereits zahlreiche Ingenieurleistungen an Fachbüros vergeben, auch eine Ausschreibung zur Lieferung von Raumcontainern für Zwischenlösungen wurde bereits auf den Weg gebracht“, listet Schmalen auf.

Die Überarbeitung der Sanierungspläne sowie die Kostenschätzungen der Architekten führten zur nochmaligen Beschlussfassung einer breiten Ratsmehrheit für eine Komplettsanierung mit Kosten von rund 40 Millionen Euro.  Ein Schulneubau sollte nach vorsichtigen Schätzungen bei rund 65 Millionen Euro Baukosten liegen. Michael Schmalen: „Insofern hat eine klare Ratsmehrheit nachvollziehbare Beschlüsse gefasst.“ Zudem sei ein städtisches Grundstück für einen Schulneubau ist nicht vorhanden. Die ins Spiel gebrachte Fläche hinter dem Wohnquartier Am Burgfeld / Blessemer Straße in Lechenich gebe es weder Planungs- noch Baurecht, so der Ratsherr.

„Die Entscheidung zur Sanierung des  Schulzentrums geht wesentlich auf einen Bürgerentscheid in Erftstadt vor rund 4 Jahren zurück. Damals entschieden sich rund 70% der Wähler für die Beibehaltung der beiden Schulzentren in Lechenich und Liblar mit ihren vorhandenen Schulformen“, erinnert Schmalen. Wenn die SPD ständig an den Baukosten herummäkele und versuche die Sanierung zu blockieren, gehöre zur Wahrheit, dass diese Verzögerungen die Baukosten immer weiter in die Höhe treiben.

Schmalen sieht auch einen schwelenden Konflikt innerhalb der SPD: „Was die SPD ebenfalls verschweigt ist die Tatsache, dass sich die Technische Beigeordnete (designierte SPD-Bürgermeisterkandidatin) immer für die Sanierung und gegen den Neubau ausgesprochen hat und es in dieser Frage eine einheitliche Verwaltungsmeinung gibt.“